Um was geht es?
Die Stadt Bayreuth plant Veränderungen des Straßenverkehrs in der Erlanger Straße und in der Bismarckstraße. Es gibt Menschen, die gegen diese Veränderungen sind. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die dafür sind.
Wie ist die Situation jetzt?
Die Erlanger Straße hat zwei Spuren, auf denen Kraft-Fahrzeuge fahren. Mit Kraft-Fahrzeugen sind Autos, Lastwägen, Motorräder und Busse gemeint. Beide Fahrspuren führen in die gleiche Richtung. Sie führen von der Innenstadt in die Stadtviertel Altstadt und Meyernberg.
Bei der Bismarckstraße ist es genau umgekehrt: Die beiden Fahrspuren führen in die Innenstadt hinein. Viele Menschen aus den Nachbarorten von Bayreuth nutzen die beiden Straßen, um nach Bayreuth und wieder zurück zu kommen.
Wie ist die Situation für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rollstuhl unterwegs sind?
Die Gehwege sind auf beiden Straßen sehr schmal. Mehrere Personen können dort nicht gut gemeinsam gehen. Für Familien mit Kindern oder für Menschen im Rollstuhl ist oft nicht genügend Platz.
Es gibt auch kaum Zebrastreifen oder Ampeln für Fußgängerinnen und Fußgänger. Das Überqueren der beiden Fahrspuren ist schwierig und gefährlich.
Wie ist die Situation für Fahrräder?
Auf der Bismarckstraße gibt es einen Fahrrad-Weg neben der Straße. Dieser ist aber sehr schmal und nicht so gut von den Fahrspuren abgetrennt. Das Fahrrad-Fahren kann deshalb dort gefährlich sein.
Auf der Erlanger Straße gibt es gar keinen Fahrradweg. Fahrräder müssen auf der Straße fahren. Das ist sehr gefährlich. Oder sie müssen sich einen anderen Weg suchen. Viele fahren deshalb auf dem Gehweg. Das ist nicht erlaubt und stört Menschen, die auf dem Gehweg unterwegs sind.
Was für Probleme gibt es dort sonst noch?
Die Kraft-Fahrzeuge fahren sehr schnell und überholen sich gegenseitig. Deshalb gibt es sehr viele Unfälle. Ein Fahrrad-Fahrer ist bei einem Unfall sogar gestorben.
Besonders für Kinder sind die schnellen Kraft-Fahrzeuge sehr gefährlich. Es gibt an den beiden Straßen einen Kindergarten und eine Schule. Deshalb sind dort viele Kinder unterwegs.
Aber auch für andere Menschen ist der schnelle Verkehr sehr gefährlich. Zum Beispiel für alte Menschen. Sie können oft nicht mehr so schnell laufen. Deshalb ist es für sie besonders schwer, die Straße zu überqueren.
Die schnellen Kraft-Fahrzeuge sind auch sehr laut. Viele Menschen, die in dem Stadtviertel wohnen, fühlen sich durch den Lärm gestört.
Was soll sich ändern?
Die Stadt Bayreuth hat einen Plan gemacht, um die Situation für alle zu verbessern. Es sollen Fahrrad-Wege und breitere Gehwege gebaut werden. Wegen der beiden Fahrspuren gibt es dazu aber nicht genügend Platz. Deshalb soll es auf jeder Straße nur noch eine Fahrspur für Kraft-Fahrzeuge geben. Die Kraft-Fahrzeuge können dann auch nicht mehr so schnell fahren und sich auch nicht mehr gegenseitig überholen.
Dann gibt es auch mehr Platz für Bäume am Straßenrand. Für die Menschen, die dort leben, wird es dadurch viel schöner und ruhiger.
Außerdem soll es Verbesserungen für Busse geben. Die Busse wären dann pünktlicher. Auch sollen die Haltestellen umgestaltet werden. So könnten zum Beispiel Menschen im Rollstuhl leichter in den Bus einsteigen.
Was ist das Problem? Warum müssen wir für die Veränderung kämpfen?
Viele Menschen, die dort mit dem Auto fahren, sind gegen den Plan der Stadt Bayreuth. Sie wollen nicht, dass ihnen eine von zwei Fahrspuren weggenommen wird. Sie machen sich Sorgen, dass sie dann oft im Stau stehen und dann zum Beispiel zu spät zur Arbeit kommen.
Was sagt die Stadt Bayreuth dazu?
Mitarbeiter der Stadt Bayreuth haben sich dieses Problem genau angeschaut. Sie haben gezählt, wie viele Kraft-Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Dann haben sie ausgerechnet, wie viele Fahrspuren nötig sind.
Weitere Sorgen der Gegnerinnen und Gegner des Plans
Auch über andere Dinge müssen sich die Menschen keine Sorgen machen. Krankenwägen, Feuerwehr-Autos und die Müllabfuhr kommen trotzdem gut durch. Auch wird es immer noch genügend Parkplätze geben.
Fazit
Trotzdem ist es noch nicht sicher, ob es diese Veränderungen geben wird. Wir finden es wichtig, den Platz, den es auf der Straße gibt, für alle gleichberechtigt zu verteilen. Ganz egal, ob Menschen dort mit dem Auto, mit dem Fahrrad, mit dem Bus, zu Fuß oder im Rollstuhl unterwegs sind. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, der uns ebenfalls sehr am Herzen liegt.
Außerdem finden wir, dass mehr auf die Menschen geachtet werden sollte, die dort wohnen. Auch an die Kinder, die dort zur Schule oder in den Kindergarten gehen, sollte gedacht werden. Deshalb setzen wir uns FÜR die Veränderungen ein.
