Kurzinterviews mit Anrainerinnen und Anrainern
In den letzten Wochen haben wir Anrainerinnen und Anrainer des Quartiers rund um Erlanger und Bismarckstraße zur dortigen Verkehrssituation befragt. Wir wollten wissen, wie Menschen, die im Viertel leben, arbeiten, deren Kinder dort zur Schule oder in den Kindergarten gehen oder die dort häufig im Sinne der Nahmobilität unterwegs sind, ihre Sicherheit und Lebensqualität in Bezug auf den Verkehr der beiden Bundesstraßen einschätzen. Damit wollten wir diesen Menschen in der Diskussion um die Verkehrsumgestaltung eine Stimme geben. Schließlich sind sie es, die einen großen Teil ihrer Zeit im Quartier verbringen.
Die Fragen wurden per E-Mail bzw. per Instagram beantwortet. Es mussten nicht alle Fragen beantwortet werden, die Teilnehmenden konnten sich diejenigen Fragen aussuchen, die sie selbst für interessant oder wichtig hielten. Deshalb ist die Form und Länge der Antworten sehr unterschiedlich. Manche Teilnehmende haben Frage für Frage beantwortet, andere haben eher frei einen Text mit eigener Struktur verfasst, der verschiedene Aspekte des Themas behandelt.
Das Interviewprojekt ist noch nicht abgeschlossen. Idealerweise kommen immer noch weitere Interviews hinzu.
Wollen Sie selbst ein Kurzinterview geben?
Wir freuen uns sehr über weitere Interviews! Die Teilnahme ist ganz einfach: Klicken Sie auf Interviewfragen im nächsten Abschnitt, schauen Sie sich die Fragen an und suchen Sie sich diejenige/n aus, die Sie wichtig finden und beantworten Sie diese. Dann schicken Sie Ihre Antwort/en an folgende E-Mail-Adresse:
kontakt(at)pro-erlanger-bismarckstr.de
> (at) bitte durch @ ersetzen.
Wir bearbeiten Ihre Antworten redaktionell, ohne den Inhalt zu verändern und kontaktieren Sie dann noch einmal, um Ihre Einwilligung zur Veröffentlichung des Interviews und – wenn gewünscht – Ihres Namens zu geben. Ihre E-Mail-Adresse wird selbstverständlich nicht mit veröffentlicht.
Interviewfragen
1. Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf die folgenden Punkte (a-f)? Bitte schreiben Sie, auf welches Verkehrsmittel Sie sich jeweils beziehen, wie Sie also selbst unterwegs sind.
- Sicherheit: Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarck- straße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
- Vorankommen: Wie gut kommen Sie im Stadtviertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst? Z.B. Stau; langes Warten beim Überqueren einer Straße oder Abbiegen an einer Kreuzung; Gehweg, der nicht oder schlecht passierbar ist aufgrund von Fahrrädern, parkenden Autos, anderen Passanten; Umwege, die Sie für mehr Sicherheit (z.B. Fußgängerampel) in Kauf nehmen etc.).
- Übersichtlichkeit: Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut über- blicken? Wenn nicht: Können Sie die jeweiligen Orte benennen?
- Lärm: Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
- Luft: Wie bewerten Sie die Luftqualität im Viertel?
- Sonstiges: Möchten Sie sonstige alltägliche Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
2. Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
3. Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne ver- weilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
4. Persönliche Angaben:
Welchen Bezug haben Sie zum Quartier? Leben oder arbeiten Sie im Quartier, gehen Ihre Kinder dort in Schule oder Kindergarten oder besuchen oder queren Sie das Quartier häufig?
Wie heißen Sie? (Angabe freiwillig)
Anmerkung: Per Instagram wurden etwas andere Fragen gestellt
Die Interviews
Gefährliches Queren mit Kindern
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Ich fahre jeden Tag von Creußen nach Bayreuth. Mein Sohn geht dort in den Integrativen Montessori Kindergarten in der Erlanger Straße. Daher ist das immer meine alltägliche Strecke, die ich mit dem Auto fahre. Bis vor einem Jahr ging meine Tochter auch noch dort in den Kindergarten. Ich selbst arbeite in der Klinik.
Da der Kindergarten über keine Parkmöglichkeiten direkt vor der Einrichtung verfügt, müssen wir in den umliegenden Straßen um die Erlanger Straße parken. Die Parkmöglichkeiten sind allerdings sehr begrenzt, weshalb ich meist in der gegenüberliegenden Straße halten muss und mit meinem Kind die Erlanger Straße überqueren muss. Dieses Überqueren ist immer mit einer längeren Wartezeit aufgrund von schnell fahrenden Autos und einer uneinsehbaren Verkehrssituation verbunden. Bis vor einem Jahr habe ich noch mit zwei Kindern täglich diese Überquerung der Erlanger Straße gemacht. Mit beiden Kindern – eines auf dem Arm und eines an der Hand – war das immer sehr stressig. Es ist öfter vorgekommen, dass meine große Tochter beim Überqueren stürzte. Da die meisten Autos mit sehr hoher Geschwindigkeit fahren, können sie diese Gefahrensituation nicht frühzeitig erkennen und darauf reagieren und bremsen. Meinem Sohn, mit dem ich jetzt nur noch allein die Straße überquere, passiert das auch regelmäßig.
Meine größte Sorge ist in Bezug auf den Kindergarten, dass eines Tages ein Kind auf die Straße läuft und von den Autos erfasst wird.
Ich fordere dringend mindestens eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h, die schon längst sein sollte, wie es auch vor fast allen Kindergärten bereits gegeben ist.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Das sind die Situationen beim Überqueren, wenn eines meiner Kinder auf der Straße gestürzt ist. Kein Auto hielt an, sie fuhren auf uns zu und ich versuchte immer meine Kinder von der Straße zu ziehen.
Ich bin jedes Mal geschockt und wütend zugleich, dass weiterhin diese Gefahrenstelle ohne weiteres geduldet wird, nichts verändert wird bis eben wirklich etwas Tragisches passiert.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne verweilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
Wir haben im Kindergarten regelmäßig Feste. Draußen zu feiern ist aber nur bedingt möglich, da der Straßenlärm extrem laut ist. Bei einem Gottesdienst oder einer Theateraufführung im Garten der Erlanger Straße 29 ist das eigentlich wochentags kaum möglich.
Eine Mutter von Kindern des Integrativen Montessori Kindergartens und Besucherin der Evangelisch-reformierten Kirche, beides Erlanger Straße 29*
Nur eine kleine Unachtsamkeit von einem großen Unglück entfernt
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Unsere Kinder besuchen den integrativen Kindergarten in der Erlanger Straße. Dadurch ist die Erlanger Straße eine Schlüsselstelle in unserem täglichen Weg zum Kindergarten. Wir kommen je nach Wetter mit dem Fahrrad oder Auto zum Kindergarten. Die letzten 100 m in der Erlanger Straße sind dabei jeweils das gefährlichste Stück unseres Weges.
Vom Unteren Tor kommend ist das Kreuzen der Erlanger Straße mit dem Fahrrad ein kritischer Moment. Die Straße ist stadteinwärts durch die Kurve nur schwer einsehbar und viele Autos kommen mit stark erhöhter Geschwindigkeit vom Ring. Mit dem E-Bike kommen wir zum Glück schnell über die Straße, aber mit dem Kinderanhänger wäre das nicht sicher möglich.
Wenn wir mit dem Auto kommen, parken wir meist in der Albert-Preu-Straße, um mit den Kindern keine Straße überqueren und nur ein möglichst kurzes Stück an der Erlanger Straße gehen zu müssen. Trotzdem erzeugt dieses Stück Weg immer ein ungutes Gefühl, da der Gehweg an der Ecke sehr schmal ist und viele Autos sehr schnell fahren. Lackspuren an der Hauswand und eine demolierte Eingangstreppe an der Evangelisch-Reformierten Kirche waren Folgen eines Unfalls und noch lange sichtbar. Sie erinnerten uns immer wieder daran, dass wir hier nur eine kleine Unachtsamkeit von einem großen Unglück entfernt sind.
Jonathan Rohland, Vater von Kindern des Integrativen Montessori Kindergartens, Erlanger Straße 29
Große Sorgen um die Sicherheit von Kindergartenkindern
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Die mangelnde Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer der Erlanger Straße finde ich sehr bedenklich. Es ist sehr gefährlich. Das zeigen auch die häufigen Unfälle.
Als Kindergartenleiterin mache ich mir besonders Sorgen über die Sicherheit der Familien, die ihre Kinder täglich zum Kindergarten bringen oder von dort abholen, egal ob mit Fahrrad, Kinderwagen, zu Fuß, mit Bus oder Auto. Sie sind täglich mindestens zweimal einem hohen Gefahrenpotenzial ausgesetzt.
Ebenso habe ich bei einem Ausflug mit der Kindergartengruppe in die Stadt, zum Spielplatz an der Mistel oder zum Röhrensee große Bedenken, dass es zu einem Verkehrsunfall kommt, bei dem Autos auf den Fußweg geschleudert werden. Letzteres ist schon häufig vorgekommen, bislang ist dabei zum Glück noch niemand zu Schaden gekommen. Nicht auszudenken jedoch, was passiert, wenn sich die Kindergartengruppe zu diesem Zeitpunkt genau dort befindet. Wer übernimmt dann die Verantwortung? Die, die sich gegen die Verkehrsplanung des Umbaus der Erlanger und Bismarckstraße so lautstark einsetzen? Ihre Namen sind ja bekannt! Ich hoffe und wünsche sehr, dass niemand auf diese Namen zurückgreifen muss!
…Vorankommen? Wie gut kommen Sie im Viertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Vor allem in der Hauptverkehrszeit habe ich als Fahrradfahrerin lange Wartezeiten beim Überqueren der Erlanger Straße, um zum Radweg an der Mistel oder am Main oder in die Innenstadt zu gelangen!
Mit der Kindergartengruppe ist eine Überquerung noch schwieriger. Um die nächste Fußgängerampel zu nutzen, muss ich eine längere Strecke auf dem gefährlichen Fußweg in Kauf nehmen.
…Übersichtlichkeit? Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut überblicken? Wenn nicht: Können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Ob in Begleitung der Kindergartengruppe oder auch nur als Fahrradfahrerin oder Fußgängerin fühle ich mich sehr unwohl in der Erlanger Straße, da der Verkehr zu schnell und auf Grund der häufigen Spurwechsel unübersichtlich ist. Aus den Nebenstraßen Unteres Tor und Albert-Preu-Straße kommen sehr rasant abbiegende Autos, die sich nur an den Autos orientieren, die vom Wittelsbacher Ring kommen. Ich fühle mich immer getrieben und nicht schnell genug beim Überqueren der Straße!
…Lärm, Luftqualität und Sonstiges?
Die Lebensqualität und Überlebenschancen können sich nur verbessern, wenn alle Verkehrsteilnehmer sich sicher im Quartier bewegen können!
Lärmbelästigung und Luftverschmutzung nehmen mit jedem Auto zu.
Sylvia Jahn, Einrichtungsleiterin des Integrativen Montessori Kindergartens, Erlanger Str. 29
Ein paar Sekunden mehr Zeit sind nichts im Vergleich zum Leben von Menschen
Meine Tochter geht seit einem Jahr in den Integrativen Montessori-Kindergarten. Wenn ich sie dorthin bringe oder abhole, müssen wir zwangsläufig die Erlanger Straße überqueren. Ich nehme sie dann an die Hand, passe einen günstigen Moment ab – was manchmal aufgrund der Autos, die auf beiden Spuren teilweise mit deutlich über 50 km/h unterwegs sind, gar nicht so einfach ist – und renne dann mit ihr auf die andere Straßenseite. Die Ampeln sind schlichtweg zu weit entfernt. Bislang ist alles gut gegangen, aber ich halte es für völlig unverantwortlich, dass Kindergarten- und Schulkinder hier über die Straße müssen.
Die Erzieherinnen aus dem Kindergarten genauso wie alle Lehrerinnen und Lehrer aus der Luitpoldschule haben meinen größten Respekt, dass sie die Kinder bei Ausflügen bislang unbeschadet über die Straße gebracht haben. Bevor es hier zu möglicherweise dramatischen Zwischenfällen kommt, sollte der Verkehr unbedingt umgestaltet werden. Das ist für alle zumutbar und die paar Sekunden, die man möglicherweise verliert, sind nichts im Vergleich zum Leben von Menschen.
Peter Glaser, Vater eines Kindes des Integrativen Montessori Kindergartens, Erlanger Straße 29
Fahrradfahren ist zu unsicher
Ich bin in Bayreuth üblicherweise mit dem Fahrrad unterwegs und nutze nur selten das Auto. Die Erlanger- und Bismarckstraße meide ich mit dem Fahrrad und fahre stattdessen „lieber“ einen Umweg, weil ich mich auf den zweispurigen Straßen nicht sicher fühle.
Wenn ich mit dem Auto auf der Erlanger- oder Bismarckstraße unterwegs bin, erscheinen mir die breiten Straßen trist und die starke Flächenversiegelung bei dem relativ geringen Verkehrsaufkommen unnötig.
Als Bayreutherin und Mutter zweier Teenager wünsche ich mir, dass die Stadt mit der Zeit geht und die Erlanger- und Bismarckstraße so umbaut, dass sich auch Fahrradfahrer und Fußgänger dort wohl und sicher fühlen und damit nicht zuletzt ein klares Zeichen für die so dringend nötige Verkehrswende gesetzt wird.
Cornelia Huth, Unterstützende Bayreutherin
Stress, Gefahr, Lärm und schlechte Luft
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarck- straße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
An der Erlanger- und Bismarckstraße fühle ich mich eher unsicher, da die Geschwindigkeitsbegrenzung von den Autos häufig nicht eingehalten und die Überquerung der zweispurigen Straßen dann sehr stressig wird und hohe Aufmerksamkeit erfordert. Für Kinder ist das eine echte Gefahrenzone.
…Vorankommen? Wie gut kommen Sie im Stadtviertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Ich fahre meistens mit dem Fahrrad und da werde ich tagsüber eigentlich immer etwas länger wegen schlechter Überquerungsmöglichkeiten aufgehalten. Teils fahre ich dann (in Schrittgeschwindigkeit) einfach entgegen der Fahrtrichtung auf dem Gehweg. Manchmal nerve ich damit zwar Fußgänger, aber die sehen meistens auch ein, dass es derzeit leider keine alternative Möglichkeit gibt. Im Allgemeinen finde ich, gibt es zu wenig sichere Übergangswege und teilweise ist die Straße einfach zu breit.
…Übersichtlichkeit? Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut überblicken? Wenn nicht: Können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Insbesondere die Kreuzung Albert-Preu-Straße/Erlanger Straße ist für mich sehr unübersichtlich. Dort fahren die Autos teils so unfassbar rücksichtslos und schnell, dass der Verkehr für ein sicheres Überqueren schwer einzuschätzen ist. Auch etwas weiter oben in der Straße, gegenüber der Kirche, ist durch den leichten Knick der Straße und dem nahe an der Straße gebauten Gebäude die Straße etwas schwerer einzusehen.
…Lärm? Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
Wenn ich tagsüber mal zu Hause bin, müssen meine MitbewohnerInnen und ich die Fenster eigentlich immer geschlossen halten. Nicht nur wegen des anstrengenden Lärms, sondern auch wegen der stark verschmutzten Luft. Leider wache ich in der Nacht auch häufiger auf, weil Autos die Bismarckstraße runterrasen.
…Luft? Wie bewerten Sie die Luftqualität im Viertel?
Sehr schlecht. Das kann man ja auch an den Fenstern und den Häuserfassaden gut nachvollziehen. Belüften zur Straße hin geht eigentlich nur nachts.
…Sonstiges? Möchten Sie sonstige alltäglichen Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
Als Fußgänger wird mir so häufig der „Vorgang“ (die Vorfahrt) in der Albert-Preu-Straße von Autos genommen. Sowohl entlang der Erlanger- als auch der Bismarck-Straße. Ich verstehe nicht, warum dort stets so schnell gefahren wird, dass Fußgänger einfach übersehen werden.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Ich wurde, als ich mit dem Fahrrad auf der Erlanger Straße unterwegs war, durch ein Auto geschnitten, sodass ich gegen den Bordstein gefahren bin. Seitdem möchte ich dort nicht mehr auf der Straße fahren, das ist einfach zu gefährlich.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne verweilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
Direkt im Viertel möchte ich in der Regel nicht verweilen und versuche schnellst möglich dort herauszukommen. Erst in der Innenstadt oder am Mistelbach entspanne ich dann etwas. Verbessern würde die Situation wohl einfach eine etwas verkehrsberuhigte Gegend und Gleichberechtigung für Fahrräder.
Marius Kaiser, Anwohner der Bismarckstraße
Um ein Haar einem schweren Unfall entgangen
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Ich wohne am Rande des Quartiers Erlanger/Bismarckstraße und bin täglich mit dem Fahrrad unterwegs. Mein Weg zur Arbeit lässt mich regelmäßig sowohl die Erlanger als auch die Bismarckstraße queren.
An einem Freitagabend gegen 18 Uhr wollte ich von der Carl-Burger-Straße in Richtung Oswald-Merz-Straße fahren. Ich stand mit meinem Fahrrad an der Ampel und wollte die Erlanger Straße überqueren, den Stadtfriedhof zu meiner Rechten. Vor mir war eine Mutter mit drei Kindern. Ein Kind hatte sie im Fahrradsitz auf ihrem Rad, ein Kind war mit eigenem Rad vor ihr, ein Kind mit eigenem Rad hinter ihrem Rad.
Die Ampel wurde grün und der Kleine ganz vorne an der Ampel hatte Schwierigkeiten, mit seinen Füßen die Pedale zu treffen und startete demzufolge verzögert. Ich hatte keine Eile und auch die Mutter wartete geduldig, bis ihr Sohn losfuhr. In dem Moment raste ein Auto auf der Erlanger mit locker 70 km/h und bei roter Ampel von links kommend vor uns über die Kreuzung.
Wenn der Kleine nur einen Moment früher losgefahren wäre, also keine Probleme mit seinen Pedalen gehabt hätte, wäre ich vermutlich Zeugin von einem tot gefahrenen Kind gewesen. Oder wenn ich ungeduldig gewesen und die kleine Familie überholt hätte, wäre ich das Unfallopfer geworden.
Manche Autofahrende fühlen sich durch die zwei Spuren anscheinend dazu verleitet, zu rasen und auch rote Ampeln zu missachten, Unfälle damit in Kauf nehmend.
Katrin Wolf, wohnt am Rande des Quartiers
Eine der gefährlichsten Stellen in Bayreuth
Zwischen den Häusern der Erlanger Straße gibt es nur den teils sehr engen Fußweg und die sehr breite Straße. Zur Hauptverkehrszeit bestimmen die Autos mit ständigen Abbrems- und Überholmanövern und sehr hohem Tempo. Das ist kein Ort, an dem man sein möchte.
Auch in den ruhigen Zeiten fahren einzelne Autos einfach viel zu schnell.
Beim Überqueren der Erlanger Straße habe ich jedes Mal Angst, dass Autos um die Ecke kommen und ich nicht schnell genug von der Straße wegkomme. Es ist ein weiter Weg über beide Fahrspuren bis zur anderen Straßenseite. Wenn ich dann Kinder oder ältere Menschen, z.T. mit Rollator über die Straße gehen sehe, bin ich jedes Mal heilfroh, wenn alles gut gegangen ist. Aber irgendwie muss man doch über die Straße kommen.
Zu den Hauptverkehrszeiten wird ständig gehupt, die Verkehrssituation ist offenbar für alle sehr unübersichtlich.
Mit dem Fahrrad traue ich mich oft gar nicht auf die Straße. Ich sehe nicht, wer hinter mir fährt. Es wird gehupt, beim Überholen geschnitten, nur selten gebremst. Da haben die Leute vielleicht auch Angst um ihr Auto, dass ihnen einer hinten drauf fährt. Und ich? Ich fühle mich ausgeliefert.
Die Erlanger Straße ist für mich eine der gefährlichsten Stellen in Bayreuth. Es gibt keinen Platz für Räder und Fußgänger. Selbst der Gehweg ist z.T. sehr schmal und ungeschützt.
Simon Froben, Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirche, Erlanger Straße 29
Verkehrsfluss nur für Autos, alle anderen haben das Nachsehen
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Mit dem Fahrrad fühle ich mich im Viertel sehr unsicher. Wenn ich auf der Erlanger Straße unterwegs bin, komme ich durch die Autos oft in Bedrängnis. Entweder sie überholen zu schnell oder zu eng oder sie können nicht gleich überholen und fahren deshalb sehr nah hinter mir. Der Mistelweg ist keine Alternative, wenn ich mich im Viertel selbst bewegen will. Außerdem sind dort viele Zu Fuß Gehende unterwegs, auch häufig mit Kindern und Rollatoren. Ich kann also nur im Schritttempo vorankommen und habe trotzdem den Eindruck, die Zu Fuß Gehenden zu bedrängen. Nur durch den Bau von guten Fahrradwegen würden sich diese Konflikte zwischen Autos, Fahrrädern und Zu Fuß Gehenden vermeiden lassen
Die Unfallgefahr in der Erlanger und der Bismarckstraße ist aufgrund der Zweispurigkeit sehr hoch. Die Straßen sind – abgesehen von den Spitzen des Berufsverkehrs – meistens unausgelastet, so dass es den Autos ermöglicht wird, mit stark überhöhter Geschwindigkeit zu fahren und zu überholen. Das macht die Situation für alle Verkehrsteilnehmenden unübersichtlich und gefährlich. Außerdem biegen Autos immer wieder direkt von der rechten Spur aus nach links ab, vermutlich weil sie ortsfremd sind und annehmen, dass die linke Spur eine Gegenfahrbahn ist, statt auf den Verkehr zu achten, der von hinten kommt. Wo gibt es denn sonst eine zweispurige Einbahnstraße mitten im Wohngebiet?! Ich habe schon in vielen Städten gelebt, das habe ich so noch nirgendwo gesehen.
Ein weiteres Problem der ungewöhnlichen Zweispurigkeit ist, dass Autos aus Ausfahrten gegen die Fahrrichtung herausfahren, eben weil zwei Spuren im Wohngebiet für gewöhnlich auch zwei Richtungen bedeuten. Eine ältere Dame, mit Rollator unterwegs, hat mir erzählt, dass sie durch einen solchen „Geisterfahrer“ schon mal fast überfahren worden wäre. Die Zweispurigkeit hier ist schon sehr ungewöhnlich. Um so weniger ist es einzusehen, dass das, was überall anders in Städten vergleichbarer Größe funktioniert – nämlich einspurige Aus- bzw. Einfallstraßen pro Richtung – hier nicht funktionieren soll.
Auch das Queren der beiden Hauptstraßen ist durch die Breite der Straße und die rasenden Kfzs eine große Herausforderung und v.a. für Personen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, extrem gefährlich. Ich denke mir oft: Wenn hier jemand mit dem Fahrrad stürzt, können die rasenden Autos auf keinen Fall rechtzeitig bremsen. Die Folgen sind nicht auszudenken.
…Vorankommen? Wie gut kommen Sie im Stadtviertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Das Vorankommen mit dem Fahrrad wird stark erschwert, denn das Entlangfahren an einer der beiden Straßen ist gefährlich wegen fehlendem bzw. unzureichendem Radweg, so dass ich diese Straßen wenn möglich meide und Umwege fahre. Das Queren der beiden Straßen dauert meistens sehr lange, wenn ich sicher über die Straßen kommen will (siehe oben).
Will man zu Fuß sicher über die Straßen gehen, muss man oft einige hundert Meter Umweg gehen, um an einer Ampel herüberzukommen, auch wenn das Ziel direkt gegenüber liegt. Der Verkehrsfluss muss in diesem Viertel also nur für den Kfz-Verkehr fließen, alle anderen – und das sind sehr häufige die Anwohnenden – haben das Nachsehen.
…Übersichtlichkeit? Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut über- blicken? Wenn nicht: Können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Teilweise ist der Verkehr sehr unübersichtlich, da die Autos sehr schnell fahren und sich oft unvermittelt gegenseitig überholen und dadurch wie „aus dem Nichts erscheinen“. Auch beim Queren ist der Verkehr teilweise sehr schlecht einzusehen. Besonders schwierig ist das Überqueren der Erlanger Straße mit dem Fahrrad vom Unteren Tor aus. Der Haltebalken vom Radweg ist relativ weit hinten, so dass die Sicht ohnehin schon beschränkt ist. Dann kommen die Autos noch von links in rasanter Geschwindigkeit vom Ring aus um die Kurve. Ich kann also nur abschätzen, wann die Autos am Ring an der roten Ampel stehen, so dass ich losfahren kann. Außerdem geht es bergauf, d.h. ein schnelles Überqueren ist mit dem Rad nicht möglich. Diese Stelle hat ein extrem hohes Gefahrenpotenzial.
…Luft und Lärm? Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten? Wie bewerten Sie die Luftqualität im Viertel?
Ich wohne am Rande des Viertels in einem Hinterhof. Direkt an Erlanger oder Bismarckstraße mit Fenstern zur Straße würde ich keinesfalls wohnen wollen, das wäre mir definitiv zu laut und die Abgase wären mir zu stark.
…Sonstiges? Möchten Sie sonstige alltägliche Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
Ich bin vor etwa 15 Monaten nach Bayreuth gezogen. Das Fahrrad ist mein Hauptverkehrsmittel. Ich habe die Verkehrssituation hier anfänglich empfunden wie eine Zeitreise in die 1990er Jahre. Alles ist so autooptimiert, wie es in anderen Städten vor 30 Jahren noch war. Diese sind jedoch mit der Zeit gegangen, hier in Bayreuth scheint man leider immer noch arg dem Slogan „autofreundliche Stadt“ aus dem letzten Jahrhundert nachzuhängen. Die Erlanger und die Bismarckstraße sind – neben dem Ring – der Gipfel dessen. Bayreuth sollte endlich mit der Zeit gehen, wenn gewünscht ist, dass junge Menschen hierher ziehen und hier bleiben (z.B. nach dem Studium).
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Ich war einmal mit meinen ortsfremden Eltern im Seniorenalter im Viertel unterwegs. Wir mussten beide Hauptstraßen queren. Mein Vater ist vorgeprescht, um die Bismarckstraße zu überqueren. Er hatte die Geschwindigkeit der herannahenden Autos falsch eingeschätzt, auch weil er sich schlichtweg nicht vorstellen konnte, dass innerorts so schnell gefahren wird. Es ist gerade nochmal gut gegangen. Mit Seniorinnen und Senioren sowie mit Kindern würde ich definitiv nur noch über die wenigen Fußgängerampeln gehen.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne verweilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
Ich wohne am Rande des Viertels und gehe auch ganz gerne spazieren. Auch gibt es sehr schöne Häuser im Viertel, die zu einem Spaziergang einladen würden. Dennoch würde ich nicht auf die Idee kommen, einfach so im Viertel spazieren zu gehen, das wäre mir aufgrund des Verkehrs zu stressig, zu laut, zu gefährlich. Deshalb gehe ich immer in Richtung Röhrensee, obwohl das weiter weg ist.
Sabine Clauß, wohnt am Rande des Quartiers
Lärm und Gefahr durch zu schnelle Motorräder
Von April bis August sind sehr viele Motorradfahrer in der Bismarckstraße unterwegs. Teilweise mit extrem erhöhter Geschwindigkeit. Die Maschinen sind extrem laut und damit belastend und gefährlich für die Kinder, aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer.
Andreas Schmid, Anwohner, wohnt mit vierköpfiger Familie in der Bismarckstraße
Städte für Menschen statt für Autos
Ich wohne im Kreuz, nutze die zwei Straßen jedoch wenig. Dennoch würde nach meinem Dafürhalten eine einspurige Straße ausreichen. Insgesamt ist die Infrastruktur in Bayreuth hauptsächlich für Autos ausgelegt. Fahrradfahrer*innen müssen häufig Umwege fahren oder auf Straßen ohne Radweg, was oftmals sehr gefährlich ist. Radwege hören außerdem oft plötzlich auf, zudem sind auf den Radwegen häufig sehr hohe Bordsteinkanten. Nach meinem Dafürhalten ist es auch inakzeptabel, dass es am Ring entlang keine Radwege gibt (Beispiel Wittelsbacher Ring). Städte wie Utrecht zeigen, wie lebenswerte Städte sind, die für Menschen, Räder und das Miteinander gestaltet sind, statt für Autos…
Unterstützer*
Wie eine kleine Autobahn durch die Stadt
Ich wohne schon etwa acht Jahre in der Bismarckstraße. Den Verkehr erlebe ich immer als sehr laut, zu schnell und oft eher rücksichtslos. Ich nutze die Bismarckstraße am meisten als Fahrradfahrerin, aber auch hin und wieder mit dem Auto oder zu Fuß. Mit dem Fahrrad fällt mir dabei auf, dass ich die Bismarckstraße meide, weil es einfach nicht schön ist, hier zu fahren und die Fahrradstreifen so eng sind, dass ich mich nicht sicher fühle und dann oft Umwege in Kauf nehme. Wenn die Straße nicht so stark befahren ist z.B. am Sonntag, nutze ich die Bismarckstraße öfter.
Um zu meiner Wohnung mit dem Fahrrad aus der Innenstadt zu kommen, fahre ich, wie viele Nachbarn hier auch, entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf dem Bürgersteig, was eigentlich nicht erlaubt ist. Der Umweg wäre groß und führt über die Erlanger Straße, was ich noch gefährlicher finde. Jedes Mal, wenn ich ein Polizeiauto sehe, bekomme ich ein mulmiges Gefühl, da sie mich ja aufhalten könnten. Andererseits denke ich mir, dass es aktuell keinen sicheren Fahrradweg zu meiner Haustür gibt und sie das vermutlich auch wissen und deshalb nie jemanden aufhalten.
Bei meinem Heimweg muss ich die Erlanger Straße überqueren und das ist teilweise gar nicht möglich zu Berufsverkehr-Zeiten. Oft wird ja angeführt, dass man ja den Mistelbach-Radweg nutzen kann. Allerdings ist das ein Mischweg, das heißt Fußgänger und Radfahrer dürfen diesen Weg ohne Trennung nutzen. Gerade wenn es dann etwas voller ist und auch viele Spaziergänger unterwegs sind, kann man diesen Weg als Fahrradfahrer eigentlich vergessen. Man möchte ja auch niemanden umfahren und da finde ich es eigentlich nur fair, wenn man als Fahrradfahrer einen ausgewiesenen Fahrrad-Weg entlang dieser Strecke bekommen würde (das wäre dann auf der Erlanger Straße).
Meiner Meinung nach ist die Diskussion um die Umgestaltung der Erlanger und Bismarckstraße auch eine Frage der Privilegien und der finanziellen Sicherheit von Personen. Oft wird argumentiert, dass man ja nicht hier wohnen muss. Wenn man allerdings keine Wahl hat, weil man nirgendwo anders eine bezahlbare Wohnung findet und froh ist, keine Wohnung mit Schimmelbefall zu haben, dann wohnt man eben auch in diesem Quartier.
Oft habe ich das Gefühl, dass Personen, die durch diese Straßen durchfahren, nur ihre eigene Situation sehen, nämlich, dass sie ja auf keinen Fall zwei Minuten länger in die Stadt rein brauchen dürfen. Was dann nicht gesehen wird ist, dass Familien bzw. Menschen hier leben. Gesehen wird stattdessen, dass dieses Quartier nur ein Durchfahrtsquartier ist, wo die Aufenthaltsqualität egal ist.
Besonders gefährlich finde ich den Zebrastreifen oberhalb des Friedhofs. Dieser liegt hinter einer leichten Anhöhe und ist nicht bereits von weitem für den Kfz-Verkehr sichtbar. Besonders wenn mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren wird, werden Fußgänger gar nicht gesehen und es wird nicht angehalten.
Als ich über diesen Zebrastreifen gelaufen bin, wurde ich schon mehrfach angehupt und fast überfahren, weil dieser Zebrastreifen trotz großem Schild und Blinkanlage anscheinend einfach übersehen wird.
Ich denke, das ist auch der Infrastruktur an sich geschuldet. Als Autofahrer hat man auf dieser Straße das Gefühl, dass da aus Prinzip kein Zebrastreifen kommen kann, weil die Erlanger Straße wie eine kleine Autobahn durch die Stadt wirkt.
Stefanie Propp, Anwohnerin der Bismarckstraße
Note 5 für beide Straßen
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Ich wohne in der Humboldtstraße, also direkt zwischen Erlanger Straße und Bismarckstraße, bin also täglich – als Fußgänger, Radfahrer (und ab und an als Autofahrer) – mit der Verkehrsproblematik konfrontiert. Vor allem die Erlanger Straße ist aus meiner Sicht für Fußgänger und Fahrradfahrer eine Katastrophe. Der Verkehr stadtauswärts ist häufig extrem schnell, sodass jede Querung selbst für „normale“ Fußgänger z.B. zwischen Albert-Preu-Straße und Humboldtstraße zum gefährlichen Wagnis wird, weil man die heranbrausenden Autos erst sehr spät sieht. Für Kinder und ältere Menschen, insbesondere wenn sie gehbehindert sind, ist die Erlanger Straße eine echte Gefahr! Zudem sind die Gehwege viel zu schmal. Auch als Fahrradfahrer ist es gefährlich, da hier kein Radweg existiert; z.B. nach links abzubiegen in die Albert-Preu- oder die Humboldtstraße ist immer riskant, auch für geübte Radler, weil der Autoverkehr schnell unterwegs ist und wenig Rücksicht auf Radfahrer nimmt, selbst wenn diese ordnungsgemäß ihren Abbiegewunsch anzeigen. Da wird man dann gerne angehupt.
Auch die Bismarckstraße hat ihre Tücken; auch hier ist der Verkehr schnell, wer von der Humboldt- oder der Albert-Preu-Straße kommt, hat schlechte Sichtverhältnisse in beiden Kreuzungsbereichen (auch für Autofahrer ein Wagnis!). Hier gibt es wenigstens einen Radweg, der in den Kreuzungsbereichen allerdings wenig Beachtung findet bei so manchem Autofahrer.
…Vorankommen? Wie gut kommen Sie im Viertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Aus Sicht der Fußgänger und Radfahrer: Schlechtes und gefährliches Vorankommen, übrigens auch in vielen Nebenstraßen.
…Übersichtlichkeit? Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut überblicken? Wenn nicht: Können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Querungen überall schwierig, vor allem für ältere Menschen und Familien mit Kleinkindern oder (Grund-)Schülerinnen und Schüler; und die sind (Kirche, Luitpoldschule, Betreutes Wohnen) im Quartier zuhauf unterwegs. Häufig wird der Radweg in der Bismarckstraße zugeparkt. Als Radfahrer und Fußgänger würde ich beiden Straßen die Note 5 geben (Sicherheit, Breite der Fußwege, Qualität der Wege, Ampelschaltungen, Übersichtlichkeit in nicht-verampelten Kreuzungs-bereichen). Das schreit nach Umgestaltung und Aufwertung!
…Lärm? Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
Der schnelle Auto- und Motorradverkehr führt, insbesondere durch die Raser, die die Erlanger Straße als Beschleunigungsstrecke ausreizen, vor allem nachts zu erheblichem Lärm.
…Luft? Wie bewerten Sie die Luftqualität im Viertel?
Erhebliche Verkehrsbelastungen auf zwei je zweispurigen Straßen – das kann nicht zu besonders guten Luftverhältnissen führen. Also: schlecht!
…Sonstiges? Möchten Sie sonstige alltägliche Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
Eigenes Erleben: An vielen Tagen Beinahe-Unfälle, insbesondere in der Erlanger Straße, weil ortsfremde Autofahrer von der rechten Spur nach links abbiegen wollen (Albert-Preu-, Humboldtstraße), immer wieder Falschfahrer, v.a. ab Carl-Burger- und Humboldtstraße); aber auch tatsächliche Unfälle, die auch dazu führen, dass an Unfällen beteiligte KfZs auf den Gehwegen zum Stehen kommen. Ein Glück, dass bisher keine Fußgänger betroffen waren. Das sagen einem auch die Menschen im Quartier, die ja ähnliche Erfahrungen machen.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Ein Auto, das nach einem Unfall auf dem Gehweg unmittelbar neben dem Eingang zum Montessori-Kindergarten zum Stehen/Liegen gekommen ist. Was wäre wohl passiert, wenn eine Kindergartengruppe just zu dem Zeitpunkt in Richtung Stadt gelaufen wäre?! Nicht auszudenken.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne verweilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
Die Aufenthaltsqualität ist unterirdisch. Keine Räume für Menschen, nur Parkplätze, auf denen Autos oft tagelang ungenutzt herumstehen; viel Park-Such-Verkehr, viel zu wenig Bäume, keine Bänke, keine Treffpunktmöglichkeiten. Und wenn es einen Platz gibt (Siebener Platz), dann muss der fürs Parken herhalten; es braucht Nischen, Grünbereiche, Bäume, Bänke, Lebensqualität.
Gert Dieter Meier, Anwohner der Humboldtstraße
Großer Wunsch nach einspurigem Verkehr
Ich wohne mit meiner Familie in der Bismarckstraße. Meine Gedanken dazu: Die Straße an sich ist als Allee so schön angelegt, aber durch den zweispurigen Verkehr, der auch alle zum schneller fahren verleitet, hat man wirklich keine Lust, sich lange an der Straße aufzuhalten. Als Mama von zwei Jungs finde ich es auch immer super unentspannt an der Straße, vor allem wenn sie mit dem Rad unterwegs sind. Ich würde mir einen einspurigen Verkehr für Autos und einen zweispurigen Fahrradverkehr so sehr wünschen und denke, es würde die Lebensqualität für alle Anwohner und Rad-Pendler absolut verbessern!
Eva-Maria Schmid, Anwohnerin, wohnt mit Familie (zwei Kinder) in der Bismarckstraße
Autofahrende geben überhaupt keine Acht auf Radfahrende
Was sind deine Erfahrungen mit dem Verkehr in der Erlanger oder Bismarckstraße?
Ich habe in der Bismarckstraße gewohnt. Es ist mega umständlich von der Innenstadt mit dem Fahrrad in die hintere Bismarckstraße (zwischen Siebener Platz bis hin zur Bamberger Straße) zu gelangen. Es ist eher ein Durchwurschteln. Z.B. von der Dammallee kommend muss man irgendwie in die Nebenstraßen zwischen Erlanger und Bismarckstraße kommen, um dort dann fahren zu können. Hier muss man allerdings an vielen parkenden Autos vorbeifahren, bei denen häufig Autotüren einfach aufgerissen werden. Im Bereich der Luitpoldschule behindern außerdem „Elterntaxis“ die Weiterfahrt. Dieser Weg ist nicht wirklich eine gute Alternative. Außerdem muss man dann natürlich noch den Rest des Weges in der Bismarckstraße im Gegenverkehr auf dem Fahrradweg fahren. Das ist natürlich unangenehm.
Auch in die Gegenrichtung vom Freiheitsplatz in Richtung Innenstadt ist es problematisch mit dem Fahrrad zu fahren. Es gibt keinen richtigen Einstieg in die Bismarckstraße. Der Fahrradweg fängt nämlich erst an der Einmündung der Erlanger Straße an. Das heißt, da weiß man erstmal gar nicht, wie man auf den Radweg kommt. Fährt man Straße, fährt man Gehweg? Der Gehweg ist auch noch mit Straßenlampen bespickt, deshalb ohnehin zu eng. Und auf der Straße ist es mega unsicher, wenn gerade ein großer Verkehrsschwung kommt. Auch auf Höhe der Abzweigung zur Rupprechtstraße fahren immer extrem viele Menschen mit dem Auto super knapp an einem vorbei und geben überhaupt keine Acht auf Radfahrende.
Wie bewertest du die Aufenthaltsqualität im Viertel Erlanger und Bismarckstraße?
Ich würde sagen, zwischen den zwei Straßen geht’s, an den Straßen selber ist es der pure Wahnsinn. Es ist einfach laut. Gerade in Teilen, wo es gar kein Stadtgrün gibt, hallt es zwischen den Häuserschluchten wider. Auch die Leute, die da anwohnend sind und einen Garten direkt zur Straße haben, hören das extrem. Aber auch in Hinterhöfen ist es nicht wirklich besser. Der Verkehrslärm ist einfach allgegenwärtig, man kann nachts keine Fenster offen haben. Durch den Hall der Häuserschluchten hört man, wenn ein Auto anfährt, das noch ganz weit weg ist. Hinzu kommen die Autos, die an Ampeln stehen. Im Sommer ist das besonders unangenehm, wenn laute Musik aus geöffneten Autofenstern zu hören ist.
Aber es gibt einen Ort, an den ich gerne gehe, das ist der Friedhof an der Erlanger Straße. Der Stadtfriedhof ist einfach so eine kleine Oase. Da ist man ein gutes Stück weg von der Straße.
Leonie G., ehemalige Anwohnerin der Bismarckstraße*
Radfahren im Quartier weder schön noch sicher
Ich bin über 50, selbständig und radle schon sehr lange in Bayreuth um von A nach B zu kommen und auch um mich fit zu halten. Den Radweg in der Bismarckstraße stadteinwärts nutze ich regelmäßig, aber er ist nicht sehr schön gestaltet. Vom Freiheitsplatz kommend Richtung Siebener Platz führt er über holperige Gehwege und vor dem Studentenwohnheim zweigt er sogar vom Gehsteig auf die Fahrbahn ab, was ich für sehr gefährlich halte. Weiter stadteinwärts ist er dann rot markiert, aber sehr eng, so dass man nicht überholen kann. teilweise sind rechts Fahrzeuge auf den Gehwegen geparkt und es geht wie in einer Achterbahn auf und ab. Die Verbreiterung vorne an der Ampel gibt zumindest etwas Sicherheit, damit man beim Losfahren nicht übersehen wird.
Stadtauswärts gibt es den sehr umständlich gestalteten Radweg über das Untere Tor und die Austraße. Wenn ich aber schnell vorankommen möchte, nehme ich auch mal die Erlanger Straße, die beim Friedhof sogar überraschend breit wird. Allerdings weiß man halt nie, wer da von hinten kommt und ob man nicht übersehen wird.
Die Kreuzung am Unteren Tor ist schon immer als sehr gefährlich bekannt, und als Fußgänger muss man da wirklich sportlich sein. Leider gab es dort auch schon tragische Unfälle.
In dem Viertel verschwinden immer mehr Gewerbe. Es gab mal eine Buchhandlung, einen Drogeriemarkt, Radgeschäfte, ein Sonnenstudio, eine Kneipe, einen Blumenladen, eine gute Pizzeria. Davon ist nichts mehr übrig. Schade!
Anwohner der Innenstadt, fährt häufig durchs Quartier*
Als Fahrradfahrer gefährlich eng von Autos überholt
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße?
Auf der Erlanger Straße mit dem Fahrrad zu fahren ist sehr unsicher, weil sehr schnell gefahren wird und trotz zweier Spuren der Mindestabstand beim Überholen nicht eingehalten wird.
Außerdem fühlte ich mich unsicher, gerade im Dunkeln, von der rechten Spur, die ich rechts befahre, links in eine Einfahrt zu fahren. Die Fahrspur zu wechseln, wenn die Autos einen nicht richtig sehen und zu schnell unterwegs sind, gestaltet sich manchmal schwierig.
In der Bismarckstraße ist es etwas besser, da es einen Radweg gibt. Da dieser ständig auf den Gehweg und wieder zurück auf die Straße geführt wird, wird es aber wiederum unsicherer.
…Lärm? Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
Nachts kann man das Fenster zum Schlafen nicht offen lassen. Gerade die Raser machen einen deutlichen Lärm.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Ich befuhr die rechte Spur der Erlanger Straße auf der rechten Seite. Während auf der linken Spur neben mir ein Auto fuhr, wurde ich trotzdem noch überholt. Da fehlte nicht mehr viel, um mich zu streifen.
Michael W., war einige Zeit regelmäßiger Übernachtungsgast im Quartier*
Angehupt und angegangen – Mit dem Fahrrad unerwünscht
Was sind deine Erfahrungen mit dem Verkehr in der Erlanger und Bismarckstraße?
Mein Weg auf der Erlanger Straße nach Hause ist geprägt von Autos, die schneller fahren als 50 km/h. Autos, die mich knapp überholen, sodass ich Angst habe auf den Bürgersteig gedrängt zu werden. Autos, die mich nicht die Spur wechseln lassen, sodass ich in die Rupprechtstraße abbiegen kann. Autos die mich anhupen und Menschen, die mich aus dem Auto heraus angehen. Ich habe das Gefühl, dass ich hier nicht erwünscht bin – mit meinem Fahrrad.
Wie bewertest du die Aufenthaltsqualität im Viertel Erlanger und Bismarckstraße?
Ich lebe seit 7 Jahren zwischen Bismarck- und Erlanger Straße. In Sommernächten bei offenen Fenster kann ich nachts aufgrund des Straßenlärms schlecht schlafen. Die Fahrt nach Hause ist oft mit Umwegen verbunden, da abbiegen auf der Erlanger oder Bismarckstraße in die Rupprechtstraße schwer möglich ist – die Autos lassen einen nicht links abbiegen. Draußen sitze ich selten, ich gehe lieber an einen ruhigeren Ort, mit besserer Luftqualität.
Wie oft schwebt mir das Bild von einer einspurigen 30er-Zone mit Geschwindigkeits- kontrolle vor: Ich kann entspannt mit dem Rad nach Hause fahren, ohne Angst, knapp überholt zu werden. Ich kann nachts durchschlafen, da keine Autos schnell beschleunigen. Ich sehe Kinder am Straßenrand, ohne Angst, dass sie von zu schnellen Autos überfahren werden.
Jasmin H., Anwohnerin*
Gefahr und Lärm durch Geschwindigkeiten weit über dem Tempolimit
Was sind deine Erfahrungen mit dem Verkehr in der Erlanger oder Bismarckstraße?
Der Verkehr auf der Erlanger-/Bismarckstraße und den Zwischenstraßen hat für mich zwei Seiten. Zum einen als Anwohner: Hier fallen mir – gerade zur Sommerzeit – die Akustik von Straßenrennen und Lärm, erzeugt durch starkes Beschleunigen und unnötig hohe Drehzahlen, ein. Außerdem die wiederkehrende Sorge, dass – früher oder später – mal ein spielendes Kind zur falschen Zeit zwischen einem der in der Rupprechtstraße parkenden Autos hervorhuscht und von einem herannahenden Auto erfasst wird. Die Autos bewegen sich teils mit Geschwindigkeiten weit über dem Tempolimit.
Zum anderen als Verkehrsteilnehmer, der vor allem mit dem Fahrrad unterwegs ist und dem die genommene Vorfahrt, dumme Sprüche von anderen Verkehrsteilnehmenden in Kfzs sowie anlassloses Angehuptwerden das Gefühl geben, nicht straßenverkehrsteilnahmeberechtigt zu sein. Außerdem gehört knappes Überholtwerden zum Alltag.
Kannst du uns eine Situation im Straßenverkehr in der Erlanger oder Bismarckstraße beschreiben, die dir in Erinnerung geblieben ist?
Gut in Erinnerung, ist mir ein Vorfall in der Erlanger Straße, bei dem ich, zum Linksabbiegen in die linke Spur einsortiert, von einem Taxifahrer überholt und aus offenem Fenster beschimpft wurde, wie ich es wagen könne, auf der falschen Straßenseite zu fahren.
Außerdem ein Fall, bei dem ich beim gemeinsamen Warten auf die grüne Ampel vom Fahrer/Beifahrer des neben mir wartenden Rettungswagens genervt aufgefordert wurde, nicht auf der Straße zu fahren, so Fälle wie ich würden ihnen zu viel Arbeit bereiten.
Michel H., Anwohner*
Das Kindergartenschild beachtet niemand
Es muss sich dringend was ändern! Die Situation muss entschärft werden. Die Autos brettern hier durch, das muss sich ändern. Das Kindergartenschild beachtet niemand. Eigentlich müsste dauerhaft ein Blitzer aufgestellt sein.
C. Franke, Anwohnerin der Erlanger Straße
Dringender Handlungsbedarf für Radfahrer und Fußgänger wegen Unfallgefahr
Erlanger Straße:
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße?
Ich bin als Radfahrer und Autofahrer dort hin und wieder unterwegs. Als Radfahrer fahre ich ein Lastenrad, welches auch von hinten als solches deutlich zu erkennen ist. Ich vermeide es, am Fahrbahnrand zu fahren, um Autofahrern erst gar keine Chance zu lassen, mich auf der gleichen Spur überholen zu können, was leider passiert, wenn man am Fahrbahnrand fährt (das ist nicht möglich, ohne die 1,5 Meter Mindestabstand zu normalen Rädern zu unterschreiten).
Als Autofahrer bemerke ich, dass nicht so wenige Autofahrer gut und gerne um die 60 Km/h fahren. Nicht gut, wenn man als Fußgänger über die Straße möchte.
…Vorankommen: Wie gut kommen Sie im Stadtviertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Als Autofahrer komme ich in beide Richtungen meist gut durch. Als Radfahrer wähle ich die Straße, da ich selber ein zügiger Fahrer bin und der Radweg am Bach mich zum einen nicht dorthin führt, wohin ich möchte, zum anderen man dort wegen zahlreicher Fußgänger (dann heißt es Schrittgeschwindigkeit zu fahren) häufig nicht gleichmäßig und zügig vorwärts kommt. Obendrein ist die Unterführung unter der Scheffelstraße sehr uneben, unübersichtlich und insgesamt ein Abschnitt, der Unfallpotential hat. Der weitere Verlauf führt nicht sinnvoll weiter, wenn man Richtung Otto-Hahn-Straße etc. möchte.
…Übersichtlichkeit: Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut überblicken? Wenn nicht: können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Die Zufahrt als Radfahrer in die Erlanger Straße, vom Marktplatz aus kommend, ist mehr als schlecht und auch nicht vorgesehen. Der weitere Verlauf ist als Radfahrer grundsätzlich gut, bis in das Vorfeld der Kreuzung mit der Scheffelstraße. Dort wird das Fahren dann relativ unangenehm, da die Autofahrer versuchen sich noch an einem vorbei zu quetschen. Als Autofahrer ist es entspannt.
…Lärm: Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
Dazu kann ich nicht viel sagen, außer dass etliche Autofahrer auffallend stark an grün werdenden Ampeln beschleunigen.
Sonstiges: Möchten Sie sonstige alltägliche Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
Der Fahrbahnbelag ist nicht sonderlich gut für Radfahrer. Die Übergangsmöglichkeiten für Fußgänger, insbesondere im unteren Bereich, sind schwierig und gefährlich.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Auffallend häufig beobachte ich Rotlichtverstöße von Kfz, die noch über die rot werdende oder bereits rot zeigende Ampel fahren.
Bismarckstraße:
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße?
Auch hier ist der Beginn als Radfahrer schwierig und eigentlich nicht vorgesehen. Die Fahrt vorher auf der Bamberger Straße bietet aber so viel Konflikt- und Problempotential, dass die Bismarckstraße trotz des ungeeigneten Radweges, entspannend wirkt. Das soll aber nicht ausdrücken, dass ich mit dem Radweg in der Bismarckstraße einverstanden bin. Der Radweg ist in Teilen äußerst gefährlich im unteren Bereich (parkende Autos direkt am Radweg, die wiederrum Hofeinfahrten verdecken). Im gesamten Verlauf ist die Fahrbahnoberfläche uneben und der Weg deutlich zu schmal. Ein Überholen eines langsamen Radfahrers ist unmöglich. Es fehlen Aufstellflächen an der Ampel für die Fußgänger und man muss sich zumeist den Weg frei klingeln. Autofahrer, die aus den Einfahrten herauskommen, blockieren rigoros die Radwegspur und geben diese mitunter auch nicht frei, wenn sie sehen, dass sie nicht auf die Straße auffahren können. Die Verkehrsführung an Bushaltestellen ist mit Radwegen grundsätzlich immer ein Gefahrenpunkt, der selten gut gelöst werden kann, außer durch Platz und Übersichtlichkeit und deutlicher Klarstellung, wer wo sich zu bewegen hat.
…Vorankommen: Wie gut kommen Sie im Stadtviertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Da es bergab geht, kommt man als Radfahrer gut vorwärts, aber muss an zahlreichen Stellen seine Geschwindigkeit erheblich reduzieren, da die Radwegführung Gefährdungspotential hat (Mülltonnen, Unübersichtlichkeit, schmaler Radweg, Fußgänger am Radweg, ruhender Verkehr direkt am Radweg, Fahrzeuge die aus Einfahrten herauskommen, Fahrzeuge aus querenden Straßen, die den Radweg blockieren, Verkehrsführung an Bushaltestellen, Fahrbahnoberfläche). Hinzu kommen die restlichen Verkehrsteilnehmer.
Als Autofahrer ist lediglich die letzte Ampel ein Hindernis, da diese zumeist rot ist, wenn man dort ankommt.
…Übersichtlichkeit: Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut überblicken? Wenn nicht: können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Unübersichtlich ist als Radfahrer ein nicht unerheblicher Teil der Strecke. Als Autofahrer sind lediglich querende Straßen mitunter ein Problem, weil sie nicht immer sehr gut einsehbar sind.
…Sonstiges
Die Strecke auf dem Radweg fahre ich nur im Ausnahmefall, da ich bei meiner letzten Fahrt beispielsweise mehrere Vollbremsungen machen musste, um Zusammenstöße mit nicht vorfahrtberechtigten Fahrzeugen zu verhindern. Es besteht hier also in meinen Augen dringender Handlungsbedarf sowohl für den Radverkehr, als auch für Fußgänger, die die Strecke überqueren wollen.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Meine letzte Fahrt mit dem Fahrrad auf dem Radweg war geprägt von Beinaheunfällen, da meine Vorfahrt durch andere Verkehrsteilnehmer ignoriert wurde. Als Autofahrer ist die Strecke eher unauffällig, aber durch die nicht so gute Übersichtlichkeit erfordert sie in vielen Abschnitten erhöhte Aufmerksamkeit.
Florian S., fährt gelegentlich durch das Quartier, mit dem Auto bzw. Lastenrad*
Allein Eis essen gehen
Wie fühlt es sich an, in einem Stadtteil zu leben, in dem ein Grundschulkind allein losgehen kann, um sich ein Eis zu holen? Sicherlich bedeutet es mehr Wohlbefinden für alle. Zwei nur 0,9 km lange Straßen zu dem zu machen, was sie am Anfang und Ende eh sind – einspurig – schafft im Stadtteil Raum für mehr Sicherheit. Dann können meine Kinder guten Gewissens allein zum Spieleabend der Gemeinde radeln. Sie können – genau wie besagtes Grundschulkind auch – an unserem Vertrauen in ihre Fähigkeiten wachsen. Einen Stadtteil erleben, der seine Schwächsten schützt.
Vater von drei Kinder mit Bindungen in die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde*
Geringe Verkehrsdichte erlaubt schnelles Fahren
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Wenn es die Verkehrssituation zulässt, wird in der Erlanger Straße und in der Bismarckstraße m.E. meist zu schnell gefahren (mehr als die erlaubten 50km/h). Lediglich dichter Verkehr „diszipliniert“ die Auto- und Motorradfahrer. Auch ist nicht festzustellen, dass im Bereich des Kindergartens bei der reformierten Kirche die Geschwindigkeit reduziert wird.
Besonders kritisch ist die Einmündung vom Hohenzollernring in die Erlanger Straße. In dieser leichten Rechtskurve wird in der Regel stark beschleunigt (außer die Ampel zeigt rot). Wartet man als Fußgänger an der Ampel gegenüber dem Irish Pub, geht man aus Sicherheitsgründen am Gehsteig fast automatisch einige Schritte zurück.
Gefährlich sind diese um die Kurve und ab da zu schnell fahrenden Autos bzw. Motorräder auch für Fußgänger, die auf Höhe der Wolfsgasse die Erlanger Straße überqueren wollen. Gleiches gilt für das Überqueren auf Höhe Unteres Tor/Albrecht-Preu-Straße.
…Luft? Wie bewerten Sie die Luftqualität im Viertel?
Rasantes Beschleunigen erfreut anscheinend immer mehr motorisierte Verkehrsteilnehmer. Damit einher geht eine zunehmende Lärmbelästigung. Es mangelt an Bewusstsein auf die Auswirkung des eigenen Verhaltens auf die Mitmenschen.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Eine besondere Gefahrensituation in der Erlanger Straße entsteht beim Einbiegen in die Wohnanlage kurz vor dem Skandinavier/Carl-Burger-Straße. Rechtzeitiges Blinken und Reduzieren der Geschwindigkeit hält andere Verkehrsteilnehmer nicht davon ab, gefährlich dicht aufzufahren, da sie vermutlich nicht realisieren, dass man schon ein paar Meter vor der Carl-Burger-Straße abbiegt.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne verweilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
Sich als Fußgänger in diesem Stadtviertel zu bewegen, ist oft unerfreulich, insbesondere entlang der Erlanger Straße oder der Bismarckstraße. Der alternative Weg entlang des Mistelbachs ist meist stark frequentiert: Fahrräder mit und ohne Anhänger, Lastenräder, E-Roller, Kinderwagen, Fußgänger, auch ältere Mitbürger mit Rollatoren. Ungeduldige E-Bike-Fahrer drängeln, weil sie wegen „Gegenverkehr“ nicht gleich überholen können. In Zeiten geringerer Nutzerfrequenz meinen manche Radler, sie können volle Pedale fahren, was dann für einzelne Passanten zu kritischen Situationen führt.
Peter Baptist, wohnhaft im Quartier
Haus und Ampel häufig beschädigt durch Unfälle
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Als Fußgänger halte ich den Ampelübergang von der Oswald-Merz-Straße zum Friedhof links für besonders gefährlich, da der Verkehr, der von den Abbiegespuren vom Nahkauf her nach rechts in die Erlanger Straße abbiegt und die Fußgängerampel quert, gleichzeitig grünes Licht hat. Die Abbiegespuren sind jedoch für die Fußgänger schlecht einsehbar. Die herannahenden Autos sind außerdem oft sehr schnell und/oder drängeln, damit sie schnell weiterfahren können, weil von der Oswald-Merz-Straße schon neue Autos herankommen. Dasselbe ist an der Kreuzung 99 Gärten und Carl-Burger-Straße und an der Ecke Carl-Burger-Straße zum Kreuz zu erleben. Dort ist es auch immer angebracht, sehr schnell über die Straße zu gehen, da sich die Autos selten an die 30 Km/h halten und immer auf Vorfahrt bestehen.
Besonders gefährlich ist es auch auf dem rechten Fußweg stadteinwärts auf der Erlanger Straße von der Rupprechtstraße bis zur Kreuzung Oswald-Merz-Straße. Dort ist der Fußweg sehr eng und an der Seite bewachsen. Die Autos nehmen dort zweispurig besonders Fahrt auf.
Am Beginn der Erlanger Straße (auf Höhe McFit an der Kirche vorbei bis zum H4-Hotel) ist der Fußweg so eng, dass man sich automatisch an den Hauswänden entlangdrückt, wenn auch noch auf dem Fußweg fahrende Fahrradfahrer entgegenkommen, damit man nicht von Autos erfasst wird. Da Touristen vom H4-Hotel in die Stadt laufen und einem auf dem Stück entgegenkommen, wird es dort oft zusätzlich sehr eng. Um an dieser Stelle über die Straße zu kommen, muss man rennen, weil der Strom der Autos nie abreißt und die Autos sehr schnell fahren. Gelegentlich kommt es vor, dass aus der Humboldtstraße Autos entgegen der Fahrrichtung in die Einbahnstraße der Erlanger Straße fahren, weil sie die Orientierung verloren haben.
Die Busse sind besonders bedrohlich, da sie in den engen Straßen plötzlich um Ecken schießen, Ampelphasen überfahren und dicht auf den Ampelübergang auffahren.
Mit dem Fahrrad hat man oft Angst zu stürzen aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und schlechter Sicht auf abbiegende Fahrzeuge.
…Vorankommen? Wie gut kommen Sie im Stadtviertel voran? Gibt es z.B. etwas, das Sie ausbremst?
Ich bin Fahrradfahrer oder Fußgänger und habe vor allem mit dem Fahrrad Probleme mich in den Verkehr auf der Straße einzufädeln.
…Übersichtlichkeit? Können Sie Verkehrssituationen, z.B. an Kreuzungen, gut überblicken? Wenn nicht: können Sie die jeweiligen Orte benennen?
Unübersichtlich sind die Ampelübergänge von der Oswald-Merz-Straße einerseits Richtung Friedhof auf der linken Seite und andererseits der Ampelübergang entlang der Erlanger Straße über die Oswald-Merz-Straße hinüber.
Mit dem Fahrrad ist es besonders gefährlich von der Carl-Burger-Straße auf die Oswald-Merz-Straße zu gelangen, da überholende Autos aufgrund von Gegenverkehr zu nah überholen und einen abdrängen.
An der Ecke Carl-Burger-Straße und Kreuz kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen aufgrund der unübersichtlichen Lage.
…Lärm? Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
Der Lärmpegel ist unbeschreiblich. Ich halte die Fenster durchgehend geschlossen. Im Sommer kann ich trotz stickiger Hitze die Fenster nicht öffnen, da 10000e von Autos am Tag, Busse, laute Musik aus Autos heraus, Raser und knatternde Motorräder jedes Gespräch und jede Erholung geschweige denn Schlaf unmöglich machen. Die Hochzeiten sind zwischen 5-6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends. Trotz Schallschutzfenster ist es immer noch sehr laut.
…Sonstiges? Möchten Sie sonstige alltägliche Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
Besonders an der Ecke, an der ich wohne (Erlanger Straße und Oswald-Merz-Straße), kommt es in Spitzenzeiten etwa alle 2 Wochen zu Unfällen, bei denen entweder unser Haus (Erlanger Str. 45) oder die Ampelanlage in Mitleidenschaft gezogen wird. Vor allem nachts kann es sein, dass man von Autounfällen geweckt wird, bei denen im schlimmsten Fall das Haus wackelt. Daran schließt sich dann eine stundenlange Spurensicherung der Polizei mit Einsatzwagen an.
Die Raser und Moped-/Motoradknatterer, die zu allen Tageszeiten aktiv sind, geben vor allem vor unserer Tür erst richtig Vollgas. Das ist beängstigend zu hören, vor allem, wenn die Raserei schon oft an meiner Haustür mit einem Unfall endete.
Es kann davon ausgegangen werden, dass man bei höherer Geschwindigkeit bei der leichten Biegung, die die Erlanger Straße an der Ampel nach dem H4-Hotel macht, nach Außen getrieben wird und dabei die Ampel oder die Hausfassade erwischt.
Die Reparatur der Ampelanlagen ist dabei ein sich anschließendes Ärgernis.
Erinnern Sie sich an eine Situation im Straßenverkehr, die Ihnen in besonderer Erinnerung geblieben ist (entweder selbst erlebt oder beobachtet)? Können Sie diese kurz beschreiben?
Es ist nachts und man hört wieder einen Raser aus Richtung Innenstadt nach außerhalb auf der Erlanger Straße fahren. Plötzlich gibt es einen dumpfen Knall und ein metallisches Schleifen. Dann Ruhe. Nach kurzer Zeit hört man den Motor starten und ein erneutes metallisches Schleifen. Dann Reifenquietschen und das Auto entfernt sich mit hoher Geschwindigkeit. Der Schaden belief sich auf eine im wahrsten Sinne platt gefahrene Ampel, um 90 grad auf den Bürgersteig geknickt. Dann gab es eine Woche lang keine Ampel, dann wurde sie innerhalb von zwei Tagen ausgetauscht.
Auf der Carl-Burger-Straße auf der Höhe Bushaltestelle und Brückenende auf der rechten Seite vom Nahkauf kommend, stand für einige Wochen eine Anzeigetafel für die Fahrgeschwindigkeit. Mein Arbeitsweg führte mich jeden Morgen zu Fuß daran vorbei. Ich konnte jeden Tag beobachten, dass niemand die dort vorgeschriebenen 30 Km/h eingehalten hat. Die Anzeige zeigte immer mindestens 40-50 km/h.
Die einseitige Sperrung der Erlanger Straße im Herbst 2022 war sofort spürbar und hat vor allem vor meinem Haus Nr. 45 für mich einen großen Unterschied gemacht. Es war weniger stickig und vor allem weniger laut. Ich konnte das Fenster offenlassen und selbst bei geschlossenem Fenster war der Unterschied spürbar. Da mein Haus auch vibriert durch den starken Verkehr, war das ein deutlicher Unterschied. Die Vorstellung, dass das immer so sein könnte, hat Hoffnung geweckt und mich ein wenig mit der Lage versöhnt, dass der Standort auch irgendwann mal aufgewertet werden könnte.
Wie bewerten Sie die Aufenthaltsqualität im Viertel? Halten Sie sich gerne draußen auf? Gehen Sie zum Beispiel gerne im Viertel spazieren oder gibt es Orte, an denen Sie gerne verweilen? Was wäre aus Ihrer Sicht diesbezüglich eine Verbesserung?
Ich halte mich eigentlich nicht im Viertel auf. Ich gehe in den Nahkauf oder zur Arbeit oder in die Innenstadt. Durch die Polizeipräsenz an Spieltagen der SpVgg halte ich mich noch weniger gern in der Gegend auf. An regnerischen Sonntagen kann man auch mal Spazierengehen, weil da der Verkehr in den Randstraßen zur Erlanger Straße und Bismarckstraße nachgelassen hat. Oft parken Besucher und Tagestouristen in den Seitenstraßen, was einen regen Fußgängerverkehr im Viertel auslöst. Der Fußgänger- und Fahrradweg am Mistelbach (UNI-Highway) ist zwischen Nahkauf und Tiefgarage am Kino oftmals so überfüllt, dass es zu Ärger zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern kommt. Touristen benutzen den Weg und sind oft orientierungslos. Grundsätzlich ist es ein gutes Viertel, weil man kurze Wege zu den notwendigsten Dienstleistungen hat, wenn man sich erst einmal die Erlanger Straße langgequält hat, auf der die Luft stickig und staubig ist. Die Erlanger Straße und Oswald-Merz-Straße bzw. Leuschnerstraße sind die verkehrsreichsten aber auch kürzesten Straßen zu den wichtigsten Dienstleistungszentren. Mit dem Fahrrad fährt man entweder auf der Straße, was nur auf der Oswald-Merz- und Leuschnerstraße zu empfehlen ist, oder auf dem Fahrradweg am Mistelbach, der von der Bamberger bzw. Scheffelstraße kommt, der auch von Fußgängern mit Hunden, Kindern usw. benutzt wird und am Kino endet. Am Kreuz ist es nicht ratsam mit dem Fahrrad zu fahren, da die Straßen zu eng sind und die Autos zu schnell fahren.
Anwohnerin der Erlanger Straße*
Straßen werden als Rennbahn missbraucht
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf Sicherheit?
Bismarckstraße:
Die Bürgersteige sind für Fußgänger zwar breit genug, aber die Straße wird aufgrund Ihrer Zweispurigkeit oft als Rennbahn missbraucht, die Geschwindigkeitsbegrenzung wird oft überschritten (wir sind auch Autofahrer und bekommen das durch Vergleich mit unserem Tacho mit). Mindestens ein Zebrastreifen bzw. eine sichere Überquerungsmöglichkeit fehlt im Teilstück Luitpoldschule bis Richard-Wagner-Gymnasium. Schon allein deshalb, weil es eine stark frequentierte Bushaltestelle (mehrere Buslinien) neben dem Gehörlosenzentrum gibt.
Schulkinder sind am Übergang bei der Luitpoldschule oft gefährdet – Gott sei Dank ist dort bisher kein schrecklicher Unfall mit menschlichen Verkehrsopfern passiert.
Ich wohne seit 1995 im Viertel und habe dadurch mitbekommen, dass es an dieser Stelle schon öfter „gekracht“ hat. Ich erinnere mich z.B., dass eine Telefonzelle, die vor dem Seiteneingang der Schule stand, durch ein hinein rasendes Auto schwer beschädigt wurde.
Der Radweg Richtung Innenstadt wird immer wieder in beide Richtungen befahren oder stadtauswärts Radelnde benutzen den Bürgersteig auf der anderen Straßenseite: der Radweg entlang des Mistelbachs ist – je nach Ziel – für viele Radfahrer keine Alternative. Für Fußgänger ist das dann auch unangenehm.
Erlanger Straße:
Die Verkehrssicherheit in der Erlanger Straße ist auf jeden Fall haarsträubend:
Es gilt zunächst das Gleiche, wie bei der Bismarckstraße: Die Straße wird aufgrund Ihrer Zweispurigkeit regelmäßig als Rennbahn missbraucht, die Geschwindigkeitsbegrenzung wird ebenso regelmäßig überschritten (wir sind auch Autofahrer und bekommen das durch Vergleich mit unserem Tacho mit). Es fehlt ebenso mindestens eine sichere Überquerungsmöglichkeit im Teilstück Abzweigung Wittelsbacher Ring bis Kreuzung Oswald-Merz- und Carl-Buchta-Straße. Auch hier gibt es eine stark frequentierte Bushaltestelle und – noch viel dramatischer – einen Kindergarten! Wer mit seinen Kindern mit dem Bus ankommt und die Straße halbwegs sicher überqueren möchte, um in den direkt gegenüberliegenden Kindergarten zu gelangen, sollte mehrere hundert Meter an den Anfang der Erlanger Straße Richtung Innenstadt zurücklaufen, um dort über zwei Fußgängerampeln auf die andere Straßenseite zu gelangen. Der Bürgersteig ist auf beiden Seiten der Straße an vielen Stellen gefühlt so schmal, dass man immer wieder erschrickt, wenn die Autos mit 50 oder z.T. deutlich mehr Stundenkilometern an einem vorbeirasen und/oder Überholmanöver vollführen.
Noch bedrängender ist das Unsicherheitsgefühl, wenn man mit Kindern als Fußgänger unterwegs sein muss. Schlimm! Kinder hören oft nicht, was man zu ihnen sagt, weil die Autogeräusche zu laut sind, Erwachsene können sich auch nicht normal unterhalten. Auch hier gibt es immer wieder Radfahrende, die den Radweg am Mistelbach buchstäblich links liegen lassen, was die Sicherheitssituation dann immer wieder verkompliziert.
Das Wissen um häufige Unfälle auf der Erlanger Straße macht die Sache keinesfalls besser! Die Situation in der Erlanger Straße ist ein verkehrspolitischer Schandfleck in Bayreuth und für mich als Bewohner des „B22-Viertels“ ein Faktor für ein stetes Unsicherheitsgefühl im Straßenverkehr des Viertels.
Peter Weintritt, Anwohner
Autos landen häufig durch Unfälle auf dem Fußweg
Ich bin Anwohner der Erlanger Straße und würde mir wünschen, dass die Erlanger Straße eine einspurige Einbahnstraße wird. Wir erleben fast täglich, dass Autofahrer und Autofahrerinnen von der rechten Spur nach links abbiegen wollen oder wenden und in die falsche Richtung fahren. Sehr oft kommt es dadurch zu Unfällen und Autos landen auf dem Fußweg.
Als zweispurige Straße ist die Erlanger Straße eine Rennstrecke und es wird auf nichts Rücksicht genommen, weder auf Kinder, ältere Menschen, Fahrradfahrer oder Tiere.
Die Lebensqualität ist durch die Lautstärke der Autos, die Unsicherheit als Fußgänger, den Feinstaub und die Hektik sehr schlecht.
J. Gillsch, Anwohner der Erlanger Straße
Regelmäßig gefährliche Abbiegeunfälle
Es gibt regelmäßig Abbiegeunfälle an den Querstraßen zur Erlanger Straße. Fast alle Autofahrer sind rücksichtslos Fußgängern und Ausliefern gegenüber. Durch überhöhte Geschwindigkeit der Autos wird das Überqueren oft schwierig bis unmöglich. Durch Raserei haben wir täglich nächtliche Ruhestörungen. Ich wäre zweimal fast auf dem Fußweg von einem Auto erfasst worden, welches in einen Abbiegeunfall an der Ecke Erlanger/Albert-Preu-Straße verwickelt war.
S. Gillsch, Anwohnerin der Erlanger Straße
Es ist Zeit für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Umgestaltung
Was sind Ihre Erfahrungen im Alltag mit dem Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße in Bezug auf…
…Sicherheit? Wie sicher fühlen Sie sich im Straßenverkehr in der Erlanger und Bismarckstraße? Wie bewerten Sie die Sicherheit von Kindern?
Ich bin in der Regel mit dem Fahrrad unterwegs, zu jeder Jahreszeit, auch im Winter, kreuze die beiden Straßen in beide Richtungen, vor allem die Erlanger Straße empfinde ich im unteren Abschnitt stadtauswärts als Zumutung.
Von der Albert-Preu-Straße aus Süden kommend zur montäglichen Chorprobe in der Reformierten Kirche: Als Radfahrerin habe ich keine Möglichkeit (ohne mich in Lebensgefahr zu begeben) derzeit auf die 2-spurige Erlanger Straße links abzubiegen. Ich muss also rechtzeitig irgendwie auf den Gehsteig auf der linken Seite kommen, das Rad schieben, an der Ecke zur Erlanger Straße ist der Gehsteig an der Hausecke so schmal, dass man mit schiebendem (!) Fahrrad droht mit Fußgängern die von links um die Ecke kommen (sind nicht rechtzeitig zu sehen) zu kollidieren.
Die Autos beschleunigen nach der Ampel, rasen mit gefühlt mehr als Tempo 60 ganz nah an einem vorbei. Es sind nur ein paar Meter bis zum rettenden Innenhof der reformierten Kirche – die haben es aber in sich. Ich erlebe das immer wieder als sehr bedrohlich und stressig – und das Ganze auch noch vor einem Kindergarten! Mit einer gegenüber auf der anderen Straßenseite liegenden Bushaltestelle! Ohne Zebrastreifen, ohne Tempo 30 Zone etc. – wie kann das eigentlich sein?
…Lärm? Wie bewerten Sie den Verkehrslärm, wenn Sie sich auf der Straße fortbewegen bzw. wenn Sie sich in einem Gebäude, z.B. in Ihrem Zuhause, aufhalten?
Weil die Kirche mit ihren alten Fenstern kaum zu belüften ist, müssen wir vor allem im Sommer bei den Chorproben über die Treppenhausfenster zur Erlanger Straße hin lüften. Der Verkehrslärm durch die nach der Ampel auf zwei Spuren stadtauswärts beschleunigenden Autos ist wirklich unvorstellbar, unerträglich für Anwohner.
…Sonstiges? Möchten Sie sonstige alltägliche Erfahrungen oder Probleme im Verkehr in Erlanger und Bismarckstraße anführen?
Ich habe ich über 30 Jahre in der Leopoldstraße gelebt, meine Tochter ging in den 1990-er Jahren in die Luitpoldschule. Seit 1985 hat sich an der für die Zeit typischen autofreundlich konzipierten Verkehrsführung – trotz immer wiederkehrender, auch tödlich endender Unfälle für Fußgänger in der Erlanger Straße – nichts groß geändert.
Es ist nun wirklich Zeit für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Umgestaltung!
Ehemalige Anwohnerin, wohnt nach wie vor in der Nähe und durchquert das Quartier mehrmals in der Woche mit dem Fahrrad*
Mit dem Fahrrad fühlt man sich wie im Porsche-Piranha-Becken
Jeden Tag fahre ich mit dem Fahrrad einfach 5 km zu Arbeit, weil es gesund, umweltfreundlich und schön ist. Allerdings meide ich dabei Straßen wie die Bismarckstraße und die Erlanger Straße bewusst und schleiche mich durch Wohngebiete, weil ich mich neben meist mehr als 50 km/h schnell fahrenden Autos auf zwei Spuren nicht sicher fühle. Wenn ich Freunde besuchen will, die in diesen beiden Straßen wohnen, ist es jedes Mal ein Spießroutenfahren. Zwar gibt es auf der Bismarckstraße einen markierten „Radweg“, aber wie oft braust trotzdem ein SUV gefährlich nah an dir vorbei, weil es nur gemalte Striche auf dem Boden sind, die dich „schützen“ und das sehr schmal? In der Erlanger Straße daneben fühlt man sich nochmal mehr wie im Porsche-Piranha-Becken, weil hier gar kein Fahrradstreifen existiert. Mir tun meine Freunde in diesen Straßen leid. Sie wohnen mitten in der Stadt, fühlen sich aber vom Verkehr wie an einer Autobahn, schlimmer weil kein Lärmschutz und kein Abstand zu den Autos besteht. Zudem gibt es nur sehr wenige Fußgängerüberwege. Autos werden irgendwann vielleicht leiser und sauberer, aber schnell und tödlich können sie immer noch sein. Ich wünsche mir für derlei Straßen eine Temporeduzierung (das Argument, dass auf einer Bundesstraße mindestens 50 km/h gefahren werden muss, ist ja auch etwas, das man gesetzlich ändern kann, wie Beispiele in Baden-Württemberg zeigen) und eine strikte Tempokontrolle (auch hier wieder siehe Baden-Württemberg). Außerdem wünsche ich mir Fußgängerüberwege, die wie in Frankreich leicht erhöht liegen. Damit hat man eine leichte Schwelle, die gegen Raserei hilft und auf der man die Passanten noch besser sieht. Zudem mehr Lärmschutz durch Begrünung und breitere Fahrradspuren, auf denen man sich wirklich sicher fühlt.
Julia Hoffmann, fährt häufig mit dem Fahrrad durch Bayreuth, auch durch das Quartier
Ein automobiles Minenfeld für Fuß- und Radverkehr
Wenn ich an die Verkehrssituation in der Erlanger Straße und der Bismarckstraße denke, dann denke ich eher an ein Minenfeld als an ein Stadtviertel. Ich selbst wohne außerhalb dieses Viertels und empfinde nicht viel außer Angst, Unwohlsein und Ekel, wenn ich es denn doch betreten muss. Der gesamte Straßenraum ist aktuell ein Ort, an dem nicht-automobile Menschen ausgeschlossen, benachteiligt und mutwillig gefährdet werden. Die Straße zu überqueren, gleicht, besonders im innenstadtnahen Bereich der Erlanger Straße, einer Mutprobe, weil man oft nicht damit rechnen kann, dass die zweite Spur noch sicher ist, wenn man es bis zur Mitte der Straße geschafft hat. Die Luft ist meistens schlecht und da die Fahrbahnen fast den gesamten Raum einnehmen, kann man auch wenig Abstand zu den Emissionsquellen halten. Ist man mit dem Fahrrad unterwegs, gibt es im Prinzip ohnehin keine Optionen: Entweder man begibt sich auf die Straße und hofft darauf, dass die Autofahrenden, die mit der doppelten Geschwindigkeit unterwegs sind, den Sicherheitsabstand beim Überholen einhalten (was sie oft nicht tun und weshalb es auf alltäglichen Wegen zu größeren Adrenalinschüben als auf Achterbahnen kommen kann), oder man nimmt eben lange Umwege in Kauf, um gefahrloser ans Ziel zu kommen. Oder das Ziel liegt ohnehin entgegen der Fahrtrichtung. Dann bleiben ausschließlich Umwege oder illegale Gehweg-Abenteuer auf Gehsteigen, die selbst für den regulären Fußverkehr völlig ungeeignet sind. Denn selbst zu Fuß fühlt man sich auf diesen Gehsteigen eingeengt zwischen den steinernen Hausfassaden und den vorbeirauschenden Fahrzeugen, inklusive LKWs. Nebeneinander zu laufen, macht oft keinen Sinn. Es ist zu laut, um sich normal zu unterhalten und die Personen, die an der Straße laufen, sind nicht nur unerwarteten Luftstößen und aufgewirbeltem Staub, Wasser oder Matsch vom Straßenverkehr ausgesetzt, sondern müssen auch in regelmäßigen Abständen Laternenpfosten, Schildern und ähnlichen Hindernissen ausweichen. Die Unebenheiten der Pflasterung und die Bordsteinkanten tun ihr Übriges, um so viele Barrieren gegen freie und ungehemmte Bewegung aufzubauen wie möglich. All das neben einer zweispurigen Straße, die ausschließlich Kraftfahrzeugen ungehemmte Bewegung ermöglicht.
Nicht alle diese Probleme lassen sich mit der neuen Verkehrsplanung lösen, dennoch ist diese Planung ein absolut notwendiger Schritt in die richtige Richtung – zumindest, wenn man sich ernsthaft um Teilhabe von Menschen im öffentlichen Raum, Sicherheit im Straßenverkehr (Vision Zero), eine gerechte und sinnvolle Nutzung des knappen Raums in der Stadt, Klimaschutz und -anpassung sowie Lebensqualität im Allgemeinen in der Stadt sorgt. Es ist höchste Zeit, die Mobilitätsinfrastruktur an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts anzupassen. Nicht zuletzt das Angebot zur Mobilität außerhalb der Windschutzscheibenperspektive und das Wohlbefinden beim Aufenthalt innerhalb der Stadt beeinflussen maßgeblich die Attraktivität des Standorts. Dabei möchte ich noch mal hervorheben, wie zentral es ist, mit diesem Projekt einen Schritt nicht nur in Erwägung zu ziehen, sondern auch tatsächlich weiterzugehen. Denn es geht nicht um einen Radweg. Es geht darum, ein Gesamtkonzept zu erschaffen, das die Stadt näher zusammenbringt und nicht länger dazu führt, dass man sich in einer Straße oder im Hofgarten gerne aufhält, aber dann nicht über eine andere Straße oder ins Nachbarviertel traut, weil man sich dabei fühlt, als müsse man ein automobiles Minenfeld durchschreiten.
Dominik Eichel, Unterstützender Bayreuther
* Die vollständigen Namen sind dem Bündnis PRO Erlanger & Bismarckstraße bekannt
